Begriffe aus Softwareprojekten, kurz erklärt
Die Wörter, die in Gesprächen über Individualsoftware und Websites fallen. Je ein Absatz, ohne Fachchinesisch.
- Altsystem (Legacy-System)
Eine gewachsene Anwendung, die geschäftskritisch ist, aber technisch veraltet: ohne Updates, ohne Schnittstellen, oft nur noch von einer Person verstanden. Typische Beispiele sind Access-Datenbanken, Excel-Lösungen und Eigenentwicklungen aus den 2000ern.
Softwaremodernisierung- Anforderung (Requirement)
Eine Beschreibung dessen, was die Software können oder leisten muss. Gute Anforderungen beschreiben das Ziel („Betreuer:innen erfassen Anwesenheiten am Tablet“), nicht die technische Umsetzung.
- Barrierefreiheit (WCAG)
Websites und Anwendungen so gestalten, dass sie für alle bedienbar sind: mit Tastatur, Screenreader, bei Sehschwäche. Maßstab sind die Web Content Accessibility Guidelines, Stufe AA. Seit 2025 für viele Angebote gesetzlich vorgeschrieben.
Artikel zur Barrierefreiheit- Container (Docker)
Eine Verpackung, die eine Anwendung mit allem, was sie zum Laufen braucht, bündelt. Macht Betrieb und Umzug zwischen Servern reproduzierbar.
- Content-Management-System (CMS)
Ein System, mit dem Inhalte einer Website ohne Programmierkenntnisse gepflegt werden, zum Beispiel WordPress. Sinnvoll, wenn regelmäßig redaktionell gearbeitet wird; bei selten geänderten Inhalten ist eine statisch generierte Website schneller und sicherer.
Webseiten- Core Web Vitals
Googles Kennzahlen für die Nutzererfahrung einer Website: Ladezeit des größten Elements, Reaktionszeit auf Eingaben und Layoutstabilität. Fließen ins Ranking ein.
- Datenmigration
Die Übernahme von Daten aus einem alten in ein neues System, inklusive Bereinigung und Prüfung. Wird mehrfach zur Probe durchgeführt, bevor am Stichtag endgültig umgestellt wird.
- DSGVO und Auftragsverarbeitung
Die Datenschutz-Grundverordnung regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Wenn wir im Auftrag Daten verarbeiten, etwa beim Hosting, schließen wir einen Vertrag über Auftragsverarbeitung (AVV) ab.
- Fachanwendung
Eine Anwendung, die einen bestimmten Fachprozess eines Unternehmens abbildet, zum Beispiel Auftrags- und Einsatzplanung im Winterdienst oder Schülerverwaltung in der Betreuung. Meist der Ort, an dem ein Team den Arbeitstag verbringt.
- Frontend und Backend
Frontend ist der Teil der Software, den Nutzer:innen sehen und bedienen. Backend ist die Logik und Datenhaltung auf dem Server dahinter. Bei uns: Vue.js im Frontend, Node.js mit NestJS und PostgreSQL im Backend.
- Hosting
Der Betrieb einer Anwendung auf Servern. Wir hosten standardmäßig in deutschen Rechenzentren, auf Wunsch in der Infrastruktur des Kunden.
- Individualsoftware
Software, die speziell für die Prozesse eines Unternehmens entworfen und programmiert wird, statt ein fertiges Produkt zu kaufen. Der Quellcode gehört dem Auftraggeber. Lohnt sich, wenn der Prozess ein Wettbewerbsvorteil ist oder kein Standardprodukt ihn abdeckt.
Individuelle Softwareentwicklung- Klick-Prototyp (Klickdummy)
Eine bedienbare Vorschau der Anwendung ohne echte Logik. Zeigt Aufbau, Navigation und Abläufe, bevor programmiert wird. Spart Diskussionen am fertigen Produkt.
- Konzeptphase
Der erste bezahlte Schritt eines Softwareprojekts bei uns: Interviews, Workshop, Prozessanalyse, Klick-Prototyp und ein priorisierter Umsetzungsplan mit verbindlicher Schätzung. Zum Festpreis, Ergebnis gehört dem Auftraggeber.
Ablauf und Kosten- Kundenportal
Ein geschützter Bereich, in dem Kund:innen, Mandant:innen oder Partner selbst Unterlagen einreichen, Status einsehen und mit dem Unternehmen kommunizieren. Ersetzt E-Mail-Anhänge und Rückfragen am Telefon.
- Monitoring
Die laufende Überwachung einer Anwendung: Erreichbarkeit, Fehler, Antwortzeiten. Teil jedes Betriebs- und Betreuungspakets, damit Probleme auffallen, bevor Nutzer:innen anrufen.
- MVP (Minimum Viable Product)
Die kleinste Version eines Produkts, die echten Nutzen stiftet und mit der man von echten Nutzer:innen lernen kann. Reduziert das Risiko, monatelang etwas zu bauen, das niemand braucht.
- Native App
Eine App, die für iOS oder Android gebaut und über den App Store verteilt wird. Nötig, wenn Gerätefunktionen, Offline-Betrieb oder die Verteilung über den Store wichtig sind. Beispiel: DiSiKit.
DiSiKit- Pflichtenheft / Lastenheft
Klassische Dokumente, in denen Auftraggeber (Lastenheft) und Auftragnehmer (Pflichtenheft) Anforderungen vorab vollständig festschreiben. Wir ersetzen sie durch Konzeptphase, Prototyp und priorisierten Umsetzungsplan, weil sich Anforderungen im Projekt ändern.
- Product Owner
Die Person, die fachlich entscheidet, was in welcher Reihenfolge gebaut wird. Bei uns im Team, in enger Abstimmung mit einer Ansprechperson beim Kunden.
- Progressive Web App (PWA)
Eine Web-App, die sich wie eine native App auf dem Startbildschirm installieren lässt und teilweise offline funktioniert. Eine Alternative zur App-Store-App, wenn keine speziellen Gerätefunktionen gebraucht werden.
- Relationale Datenbank
Ein Datenspeicher, der Informationen in Tabellen mit festen Beziehungen hält, zum Beispiel PostgreSQL. Standard für Geschäftsanwendungen, weil Daten konsistent und auswertbar bleiben.
- Rollen- und Rechtekonzept
Die Festlegung, wer in einer Anwendung was sehen und tun darf. Pflicht für jede Fachanwendung mit mehreren Nutzergruppen und Grundlage für Datenschutz.
- Schnittstelle (API)
Eine definierte Verbindung, über die zwei Systeme Daten austauschen, etwa Fachanwendung und Buchhaltung. Für Schnittstellen zu ERP- und CRM-Systemen arbeiten wir mit unserer Schwestermarke Bytefyord.
bytefyord.de- Scrum
Ein Rahmenwerk für agile Softwareentwicklung mit festen Rollen (Product Owner, Entwicklungsteam, Scrum Master), Sprints und regelmäßigen Abstimmungen. Wir arbeiten daran angelehnt, ohne Zeremonien um ihrer selbst willen.
- SEO und GEO
Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt dafür, dass eine Website bei Google gefunden wird. Generative Engine Optimization (GEO) sorgt dafür, dass KI-Assistenten wie ChatGPT oder Perplexity sie als Quelle nennen: klare Fakten, Definitionen, nachprüfbare Angaben.
- Softwaremodernisierung
Die Erneuerung einer bestehenden Anwendung durch Neubau, schrittweise Ablösung oder Modernisierung im Bestand, inklusive Übernahme der Daten. Ziel ist eine Software, die wieder wartbar, sicher und erweiterbar ist, ohne dass der Betrieb stillsteht.
- Sprint
Ein fester Entwicklungszeitraum, bei uns zwei Wochen, an dessen Ende eine testbare Version steht. Nach jedem Sprint wird gemeinsam geprüft und der nächste geplant.
- Standardsoftware
Fertige Software für einen allgemeinen Zweck, etwa Buchhaltung, E-Mail oder CRM, die viele Unternehmen in gleicher Form nutzen. Günstig und schnell verfügbar, aber der Prozess muss sich dem Produkt anpassen, nicht umgekehrt.
- Statische Website
Eine Website, deren Seiten beim Veröffentlichen fertig erzeugt werden, statt bei jedem Aufruf aus einer Datenbank. Sehr schnell, kaum angreifbar, wartungsarm. Diese Website ist so gebaut.
- Web-App (Webanwendung)
Eine Anwendung, die im Browser läuft und keine Installation braucht. Heute der Normalfall für Fachanwendungen und Portale, weil sie auf jedem Gerät funktioniert und zentral aktualisiert wird.
Erzählt uns in drei Schritten von eurem Vorhaben.
Ihr bekommt innerhalb von zwei Werktagen eine ehrliche Einschätzung: Machbarkeit, grobe Kostenspanne und ob Individualsoftware für euch überhaupt der richtige Weg ist.