Was eine moderne Unternehmens-Website können muss

Sieben Anforderungen an eine Unternehmens-Website im Mittelstand: Ladezeit, Mobilnutzung, Belege, Kontakt, Barrierefreiheit, Datenschutz und Pflege.

Eine Unternehmens-Website ist heute selten der Ort, an dem jemand das erste Mal von euch hört. Meistens kommt der Besuch nach einer Empfehlung, einer Suche oder einem LinkedIn-Kontakt. Die Website muss dann vor allem eines leisten: in wenigen Sekunden bestätigen, dass ihr die Richtigen seid, und den nächsten Schritt leicht machen. Diese sieben Punkte entscheiden darüber.

1. Sie lädt in unter zwei Sekunden, auch mobil

Mehr als die Hälfte der Besuche auf B2B-Websites kommt inzwischen vom Smartphone, oft aus einem Kalender-Link oder einer Mail heraus. Eine Seite, die auf dem Handy drei bis vier Sekunden braucht, verliert einen Teil der Besucher:innen, bevor sie etwas gelesen haben. Google misst das mit den Core Web Vitals und bezieht sie ins Ranking ein. Technisch heißt das: optimierte Bilder, keine unnötigen Skripte, wenig externe Ressourcen.

2. Der erste Bildschirm sagt, was ihr tut und für wen

Keine Slider, keine Allgemeinplätze wie „Ihr Partner für digitale Lösungen“. Ein Satz, der Leistung und Zielgruppe nennt, ein Satz zum Nutzen, ein klarer Handlungsschritt. Wer das in fünf Sekunden nicht erfassen kann, scrollt nicht weiter.

3. Es gibt Beweise, nicht nur Behauptungen

Referenzen mit Namen, konkrete Projekte mit Ergebnis, Zitate mit Firma und Rolle. Im Mittelstand entscheidet Vertrauen, und Vertrauen entsteht durch nachprüfbare Details. Ein Teamfoto und eine Adresse wirken dabei mehr als jedes Stockbild.

4. Der Kontakt ist leicht, aber nicht beliebig

Ein Formular mit „Name, E-Mail, Nachricht“ zieht vor allem Vertriebsanfragen an. Besser: ein kurzer, strukturierter Weg, der zur eigentlichen Frage passt. Ein Terminbuchungs-Link für ein Erstgespräch, ein kurzes Briefing-Formular mit zwei oder drei Auswahlfragen, dazu die Telefonnummer. Wer ein echtes Anliegen hat, nimmt diesen Weg gern; wer etwas verkaufen will, eher nicht.

5. Sie ist barrierefrei

Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Angebote gegenüber Verbraucher:innen. Unabhängig von der Pflicht sind Kontraste, Tastaturbedienung, Alternativtexte und eine saubere Überschriftenstruktur einfach gute Handwerksarbeit und helfen zugleich bei Suchmaschinen. Mehr dazu in unserem Artikel Barrierefreiheit auf Webseiten.

6. Sie geht sparsam mit Daten um

Jedes Drittskript, ob Statistik, Video oder Karte, braucht eine Einwilligung und damit einen Banner. Der kostet Aufmerksamkeit, deshalb lohnt die Frage, welche Dienste wirklich nötig sind. Für viele Unternehmens-Websites reicht eine cookielose Statistik ohne Banner. Wer die Auswertungen von Google Analytics braucht, sollte einen schlanken Banner mit zwei gleichwertigen Buttons einsetzen und vor der Zustimmung nichts laden.

7. Sie lässt sich pflegen, ohne dass jemand Angst vor dem Update hat

Die beste Website verfällt, wenn niemand sie betreut. Dazu gehören Updates, Backups, Monitoring und jemand, der bei einer Änderung innerhalb eines Tages reagiert. Ob das ein CMS wie WordPress oder eine statisch generierte Seite ist, hängt davon ab, wie oft ihr Inhalte ändert. Unsere Einschätzung dazu findet ihr auf der Seite Webseiten.

Kurz-Checkliste

  • Ladezeit mobil unter zwei Sekunden
  • Leistung und Zielgruppe im ersten Satz
  • Referenzen mit Namen und Ergebnis
  • Strukturierter Kontaktweg statt Allzweck-Formular
  • Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA
  • Drittskripte nur mit Einwilligung, Banner schlank und fair
  • Betreuung mit festen Reaktionszeiten

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