Mikrointeraktionen – Kleinigkeiten für ein positiveres Erlebnis

Mikrointeraktionen gehören zu den Dingen, die wir nicht bewusst wahrnehmen, doch vermissen würden, wenn sie nicht mehr da wären. Sie sind die kleinen Funktionen & Animationen einer Anwendung, die uns das Gefühl geben sollen mit eingebunden zu werden. Ein Beispiel ist das Vibrieren bei der falschen Eingabe des Passworts. Zusätzlich schüttelt sich das Eingabefeld und färbt sich auch noch rot! Es gibt mir eindeutig zu verstehen, dass meine Eingabe falsch war.

Was bringen Mikrointeraktionen?

Mikrointeraktionen sind überall und du und ich, wir werden auch heute wieder hunderte davon ausführen. In Erinnerung bleiben sie aber nur, wenn sie Fehler aufwerfen oder unvollständig wirken. Sie geben uns dann das Gefühl wir bedienen eine schlechtprogrammierte Anwendung. Wir verlassen also die Website oder Löschen die gerade erst installierte App.

Sind Mikrointeraktionen allerdings gut konzipiert und programmiert, verbessern sie das Erlebnis beim Benutzen einer Anwendung. Das liegt daran, dass wir in diesen Fällen von der Maschine verstanden werden. Sie liefert regelmäßig die richtige Antwort auf unsere Handlungen und gibt weitere Instruktionen. Unsere Verweilzeiten verlängern sich und wir schauen öfter vorbei. Das Zusammenspiel vieler kleiner, perfekter Interaktionen verleiht dem Produkt ein Qualitätssiegel, welches sich in unserer Wahrnehmung nicht nur auf die benutzte Anwendung beschränkt, sondern sich auf die gesamte Marke überträgt.

Wie sind Mikrointeraktionen aufgebaut?

Mikrointeraktionen folgen immer demselben Schema, wobei die Komplexität teilweise stark schwanken kann. Zu Beginn gibt es immer einen Trigger, der von uns oder von der Maschine ausgelöst wird und die Interaktion initiiert ­- zum Beispiel ein Button. Nach der Initiierung werden bestimmte Regeln von der Anwendung abgerufen. Sie bestimmen, was während der Interaktion passiert und können mal mehr oder weniger umfangreich ausfallen. Nun kommt das sogenannte Feedback: Das umfasst alles, was wir Menschen von der Maschine als Antwort auf unsere Handlung bekommen. Ein Ton, eine Vibration oder eben etwas Visuelles auf dem Bildschirm. Ein weiterer Bestandteil sind sogenannte Loops & Modes. In Loops werden mögliche Wiederholungen, die Dauer der Interaktion und was bei veränderten Bedingungen passieren soll definiert. Modes unterbrechen meistens die Interaktion, weil das System weitere Informationen von uns Menschen verlangt. Zum Beispiel wenn wir etwas über einen Online-Shop kaufen möchten. Bevor wir tatsächlich die Bestellung aufgeben, müssen wir aber noch ein Kundenkonto anlegen.

Fazit

Ich persönlich bin kein großer Fan davon in die Stadt zu fahren, um mir neue Schuhe zu kaufen. Lieber sitze ich auf der Couch und klicke mich durch verschiedene Online-Shops. Und gerade hier kommt es auf die kleinen Feinheiten an. Vom ersten Laden der Seite bis zum Kaufabschluss folgen hunderte von Mikrointeraktionen. Sie alle müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein. Hakt es an einer Stelle bin ich raus und rufe die nächste Seite auf. Beim nächsten Mal fange ich bei dem Online-Shop an zu suchen, bei dem ich bei der Nutzung das beste Gefühl hatte.

Ohne Mikrointeraktionen geht es nicht. Wir brauchen sie, damit sich unsere Anwendungen gutprogrammiert anfühlen. Aber bitte qualitativ hochwertig und sinnvoll eingesetzt!

Beispiele

Beispiele für Mikrointeraktionen findet ihr auf den folgenden Seiten:

www.sap.com/dmc/exp/2020-07-design-to-operate/

scope-typeface.com/

bergbauernmilch.de/

www.fw-medien.de/

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