Design-Systeme werden immer wertvoller für Unternehmen

Während die digitale Transformation in Corona-Zeiten weiter voranschreitet, passen sich auch die Methoden und Werkzeuge an, mit denen der Komplexität des Digitalisierungsprozesses begegnet wird. Design-Systeme bilden hier die Basis für eine skalierende, digitale Kreativität. In diesem Artikel möchte ich dir erklären, was Design-Systeme sind und warum auch dein Unternehmen von einem Design-System profitieren kann.

Was ist ein Design System? – Das bessere Design-Manual

Ein Design-System ist sozusagen eine Weiterentwicklung des Design-Manuals. Während Letzteres schon vor dem Web existierte und daher vornehmlich das Aussehen von Drucksachen, wie Flyer, Broschüren, Briefpapiere etc. beschreibt, liefert ein Design-System zusätzliche Information für eine einheitliche visuelle Sprache in den digitalen Medien.

Design-Systeme lassen sich grob in drei Bereiche aufteilen:

  1. Design-Elemente (z.B. Icons, Farben, Schrift, Layout)
  2. Interface-Komponenten (z. B. Buttons, Formulare, Tooltips, Slider)
  3. Richtlinien (z.B. zu Designprinzipien, Anatomie, Do’s & Dont`s, Barrierefreiheit)
Aufbau eines Design Systems

Hier einige Beispiele von Design Systemen:

Plattform für Ferienwohnungen Airbnb
Hard- und Softwareentwickler Apple
Erneuerbare Energien von Bulb
Suchmaschine Google
IT-Unternehmen IBM
Umfragen und E-Mail-Kampagnen mit Mailchimp
Softwarehersteller Microsoft
E-Commerce-Software Shopify
Musik-Streamingdienst Spotify
Taxiunternehmen Uber

Wer arbeitet mit einem Design-System? – Interdisziplinär & agil

Wie auch schon bei Design-Manuals werden Design-Systeme von Akteuren verwendet, die den Markenauftritt des Unternehmens gestaltet. Allerdings hat sich der Kreis der Nutzer um den Product Owner, das Marketing und die Entwicklung erweitert. Insbesondere Entwickler/innen von digitalen Anwendungen können auf die Informationen des Design-Systems zugreifen und den abgespeicherten Code von Interface-Komponenten schnell und effizient in ein anderes Produkt übertragen.

Hier habe ich für dich einen groben Ablaufplan beschrieben:

  1. Die Grafikabteilung entwirft auf Grundlage des Design-Systems Wireframes, bzw. Screendesigns für ein neues Produkt. Dabei wird häufig der „Atomic Design“-Ansatz verwendet.
  2. Die Entwickler/innen setzt die Wireframes, bzw. Screendesigns mit Hilfe der Code-Snippets im Design-System um.
  3. Der Product Owner und andere Stakeholder überprüfen Anforderungen und Ergebnis.
  4. Das Marketing Team, zum Beispiel Content-Kreatoren, verwenden Gestaltungselemente für Werbezwecke.

Vorteile von Design-Systemen –für Groß oder Klein

Zusammenarbeit: effizient & schnell

Weiter oben habe ich dir den Einsatz von Design-Systemen näher erklärt. Vielleicht hast du es schon selber gemerkt, dass das zentrale Design-Systeme mehrere Vorteile für das Zusammenarbeiten im Team mit sich bringen:

  1. Es entsteht weniger Abstimmungsaufwand
  2. Durch die einheitliche visuelle Sprache des Design-Systems steigt die Transparenz für alle Projektbeteiligten.
  3. Projekte werden besser planbar

Kostengünstig, konsistent & zeitsparend

Die neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Teams führen zu einer effizienteren digitalen Produktentwicklung und senken die Entwicklungskosten. Der Code ist qualitativ besser, da Redundanzen vermieden werden und nur robuster, getesteter Code verwendet wird. Zudem wird der Kommunikationsaufwand zwischen dir und weiteren Dienstleistern verringert. Du sparst also auch viel Zeit!

Bessere User Experience

Dadurch, dass alle Medien des Unternehmens auf Basis eines Design-Systems entwickelt werden, erfährt der Nutzer über verschiedene Touchpoints hinweg ein einheitliches und positives Erlebnis. Design-Systeme und deren Dokumentation ermöglichen die Umsetzung eines plattformübergreifenden Markenerlebnisses, welches den Unterschied zu deinen Konkurrenten ausmachen kann.

Skalierbarkeit von Design-Systemen

Es ist bereits hilfreich ein Design-System für ein einziges Produkt zu entwickeln. Stell dir eine komplexe Plattform vor, die ständig mit neuen Funktionen gefüttert werden möchte. Dein Team kann hier schnell neue Funktion designen, einbauen und testen.

Ein Design-System wird allerdings umso mächtiger, je mehr digitale Anwendungen darauf aufbauen und je mehr Teams damit arbeiten. Dabei gilt noch zu sagen, das Design-Systeme nicht starr sind und sich von Projekt zu Projekt weiterentwickeln.

Hast du Fragen zu Design-Systemen?

Ich habe dir einige gute Gründe aufgezählt, warum ein Design-System wertvoll für dich sein kann. Ohne ein Design-System ist die Erstellung und Einführung einer digitalen Anwendung ein wenig effizienter Prozess, da Design und Code jeweils neu entwickelt werden. Ob sich ein Design-System konkret für dich und dein Projekt lohnt, können wir gerne unter vier Augen besprechen.

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